Helmichs Chemie-Lexikon

Lipide (Fette)

Allgemeines

Der Begriff Lipide steht nicht für eine bestimmte Stoffklasse, sondern ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Stoffgruppen. Dennoch haben alle Lipide Gemeinsamkeiten, nämlich

  • sie sind hydrophob, d.h. in Wasser unlöslich bzw. Wasser abweisend
  • sie sind lipophil, also gut löslich in Benzin und anderen unpolaren Lösemitteln
  • sie sind gute Energielieferanten (1 g Fett liefert 37 - 40 kJ)
  • sie sind in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten.
  • sie kommen in allen prokaryotischen (bakteriellen) und eukaryotischen (pflanzlichen und tierischen) Zellen vor.
  • obwohl sie im Prinzip hydrophob sind, haben Lipid-Moleküle oft einen kleinen hydrophilen Teil, so dass sie insgesamt amphiphil sind. Das heißt, sie bestehen aus einem großen hydrophoben Teil und einem kleinen hydrophilen Teil.

Einteilung

Diese Einteilung der Lipide lehnt sich eng an den Vorschlag von C. Schlieper (Grundfragen der Ernährung, 21. Auflage 2014) an. 

Ernährungslehre

Für das Fach Ernährungslehre sind eigentlich nur die Neutralfette sowie die Steroide (Cholesterin) und die Terpene (wichtige Vitamine) interessant. Wenn Sie das Thema "Lipide" im Fach Ernährungslehre behandeln, können Sie dem "Lehrgang Lipide für Ernährungslehre" folgen.

Biologie

Im Fach Biologie werden vor allem die Phospholipide und die Glycolipide behandelt, weil diese für den Aufbau von Biomembranen wichtig sind. Wenn Sie das Thema "Lipide" im Fach Biologie behandeln, können Sie dem "Lehrgang Lipide für Biologie" folgen.

Chemie

Im Fach Chemie beschäftigt man sich in der Schule so gut wie gar nicht mit Lipiden; vielleicht im Leistungskurs, wenn Naturstoffe behandelt werden, meistens hat man aber keine Zeit mehr dafür.