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Die Tierzelle

Lichtmikroskop - Elektronenmikroskop - Bakterienzelle - Pflanzenzelle - Tierzelle - Vergleich

Struktur und Funktion

Eine Tierzelle, stark vereinfacht

Dieses Bild zeigte stark vergrößert eine typische Tierzelle. Der Zellkern ist nicht beschriftet.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Autor: Ulrich Helmich

 

Eine Tierzelle
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Die Abbildung aus der Wikipedia zeigt sehr schön den Aufbau einer Tierzelle. Hier die Bedeutung der einzelnen Punkte. Die Links führen direkt zum entsprechenden Wikipedia-Artikel.

  1. Nucleolus
  2. Zellkern (Nukleus)
  3. Ribosomen
  4. Vesikel
  5. Raues Endoplasmatisches Reticulum
  6. Golgi-Apparat
  7. Mikrotubuli
  8. Glattes Endoplasmatisches Retikulum
  9. Mitochondrien
  10. Lysosom
  11. Zytosol
  12. Peroxisom
  13. Zentriolen

Auf die wichtigsten Komponenten der Tierzelle soll aber auch auf dieser Seite kurz eingegangen werden.

Zellmembran. Die Zellmembran ist die eigentliche Stoffbarriere der Zelle. Innerhalb der Zellmembran befindet sich das Zellplasma, die eigentliche "Lebensgrundlage" der Zelle. Ein mechanisches Hindernis ist die Zellmembran nicht, und eine Zellwand ist bei Tierzellen nicht vorhanden. Daher sind Tierzellen recht empfindlich gegen mechanische Einwirkungen.

Genau wie bei der Bakterienzelle und der Pflanzenzelle reguliert auch bei der Tierzelle die Zellmembran, welche Stoffe in die Zelle eindringen dürfen und welche Stoffe aus der Zelle heraus dürfen. Außerdem enthält die Zellmembran viele Proteine und Glycoproteine, die wichtige Aufgaben übernehmen, beispielsweise zur Erkennung chemischer Signale. Weitere Einzelheiten zur Zellmembran siehe Abschnitt "Biomembranen".

Im Lichtmikroskop ist die Zellmembran normalerweise nicht zu sehen; man kann sie sich aber "denken", denn dort, wo die äußere Grenze einer Tierzelle ist, befindet sich auch die Zellmembran.

Zellplasma. Wie bereits erwähnt, bildet das Zellplasma die eigentliche Substanz der Zelle, die "Lebensgrundlage". Im Zellplasma findet ein großer Teil der wesentlichen Prozesse statt (Stoffwechsel, Reaktion auf Reize, Übersetzen von Erbinformation etc.).

Das Zellplasma ist im Lichtmikroskop gut zu erkennen, weil es sich ständig bewegt.

Zellkern. In dem Zellkern, der durch eine doppelte Membran vom Zellplasma abgegrenzt wird, findet sich die Erbsubstanz der Tierzelle. Während sich bei Bakterien nur ein einziges DNA-Molekül im Zellplasma findet, ist die Erbinformation einer Tierzelle auf mehrere Chromosomen verteilt. Jedes Chromosom besteht aus einem langen DNA-Faden, der sich in komplizierter Weise um bestimmte Proteine wickelt. Normalerweise sieht man die einzelnen Chromosomen im Zellkern nicht, sondern nur ein "Gewimmel" von Fäden, das sogenannte Chromatin. Einzelheiten zum Zellkern siehe Lexikon-Artikel "Zellkern".

Der Zellkern ist im Lichtmikroskop meistens sehr gut zu erkennen, auch ohne Anfärbung. Auch die Kernkörperchen kann man oft gut sehen, hier ist allerdings eine Anfärbung ganz hilfreich. DNA-Moleküle und entspiralisierte Chromosomen kann man im LM natürlich nicht sehen.

Kernmembran. Eine doppelte Membran, die den Zellkern nach außen abgrenzt. Allerdings hat diese Membran Poren, durch die Stoffe und Informationen in den Zellkern und aus dem Zellkern heraus gelangen können, beispielsweise die mRNA. Die mRNA oder Boten-RNA stellt eine Kopie bestimmter Gene des Zellkerns dar, die zu den Ribosomen wandern, um dort in Proteine übersetzt zu werden.

Die Kernmembran ist im LM nicht zu sehen, sondern nur ahnen. Dass die Kernmembran aus zwei Schichten besteht, kann man nur im Elektronenmikroskop erkennen.

Ribosomen. Das sind die Proteinfabriken der Tierzelle. Sie verarbeiten die Informationen der DNA und stellen mit Hilfe dieser Informationen Proteine her (siehe Proteinsynthese im Genetik-Bereich).

Ribosomen sind im LM nicht zu sehen.

Mitochondrien. Man nennt die Mitochondrien auch "Kraftwerke" der Zelle, weil hier die aus dem Abbau der Glucose gewonnenen Zwischenprodukt in ATP umgewandelt werden. ATP ist die "Energiewährung" der Zelle und wird immer dann verbraucht, wenn die Zelle Energie benötigt, um zum Beispiel andere Stoffe umzuwandeln, irgendwelche Fäden zusammenzuziehen, Stoffe zu transportieren und so weiter. Mehr zum Thema Mitochondrien im Lexikon, und mehr zum Thema "Umwandlung von Glucose in ATP" in der großen Abteilung "Atmung, Dissimilation".

Mitochondrien sind im LM zwar zu sehen, allerdings kann man die innere Struktur nur im EM erkennen.

Endoplasmatisches Reticulum (ER). Ein Netzwerk aus Röhren, Zisternen und Vakuolen, das interne Transportsystem der Zelle. Allerdings ist die Bezeichnung "Transportsystem" stark untertrieben, denn das ER leistet viel mehr. Einzelheiten siehe Lexikon-Artikel "Endoplasmatisches Reticulum".

Das ER ist im LM nicht zu sehen.

Golgiapparat. Ein System aus Zisternen und Vakuolen, das für die Bearbeitung von Proteinen und anderen Stoffen verantwortlich ist. Der Golgiapparat ist stark mit dem ER verknüpft. Einzelheiten siehe Lexikon-Artikel "Golgiapparat".

Der Golgiapparat ist im LM nicht zu sehen.