Helmichs Chemie-Lexikon

Fettsäuren, ungesättigt

Ungesättigte Fettsäuren besitzen eine oder mehrere C=C-Doppelbindungen im Molekül und können daher andere Substanzen wie Wasserstoff oder Brom anlagern. Hier ein Überblick über drei wichtige ungesättigte Fettsäuren; die Tabelle ist aber recht unvollständig.

Einige ungesättigte Fettsäuren

Einteilung

Wie bereits auf der Seite über Fettsäuren ausgeführt, werden die ungesättigten Fettsäuren eingeteilt in

  • einfach ungesättigte Fettsäuren
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Von den mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind vor allem die Omega-3-Fettsäuren und die Omega-6-Fettsäuren interessant. Einzelheiten hierzu erfahren Sie auf den entsprechenden Seiten im Chemie-Lexikon auf dieser Homepage.

Biologie / Chemie / Ernährungslehre

Die Tabelle zeigt uns, dass der Schmelzpunkt der ungesättigten Fettsäuren mit zunehmender Zahl von C=C-Doppelbindungen abnimmt. Dieses Verhalten kann mit der räumlichen Struktur der Moleküle leicht erklärt werden (Details…).

Ernährungslehre

Allgemein gelten vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren als sehr gesund. Eine biologische Erklärung dafür sind die geringen Schmelztemperaturen der ungesättigten Fettsäuren und die damit verbundene erhöhte "Flüssigkeit" der Zellmembranen, wenn solche Fettsäuren in die Membranlipide eingebaut sind. Auch sind vor allem die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren die Vorstufen von wichtigen biologisch aktiven Verbindungen wie zum Beispiel den Eicosanoiden, die Einfluss auf das Entzündungsgeschehen haben können.

Biologie

Fettsäuren, sowohl gesättigte und vor allem ungesättigte, sind wichtige Bestandteile der Membranlipide, die ja die Lipid-Doppelschicht aufbauen, welche wiederum die Grundlage einer jeden Zellmembran ist.