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Elektronegativität

Kugelwolkenmodell - Elektronenpaarbindung - Molekülstrukturen - Polare Bindungen - Elektronegativität - H-Brücken

Bei der polaren kovalenten Bindung, wie sie z.B. im Wassermolekül vorkommt, hatten wir gesagt, dass eines der beiden Atome die Elektronen der Bindung etwas stärker anzieht als das andere Atom. Ein Maß für diese Fähigkeit, Bindungselektronen anzuziehen, ist die Elektronegativität. Hierbei handelt es sich um ein recht willkürliches Maß. Man hat einfach das Element genommen, dessen Atome die Bindungselektronen am stärksten anziehen, und dann den Elektronegativitätswert dieses Elementes auf 4 festgesetzt. Es handelt sich um das Element Fluor. Genau so gut hätte man diesen Maximalwert aber auch auf 1,00 oder auf 100 setzen können.

Später hat man die EN-Werte mit verbesserten Verfahren neu gemessen, und dann festgestellt, dass Fluor nur noch einen Wert von 3,98 hat.

 

Die Lösung dieser Aufgabe ist recht einfach: Wenn die EN-Differenz 0 ist, also bei zwei gleichen Atomen (Chlormolekül, Wasserstoffmolekül etc.) ist die Bindung völlig unpolar. Bei einer geringen EN-Differenz ist die Bindung schwach polar, und bei einer hohen EN-Differenz ist sie eben stark polar.

Moleküle und Ionen

Es wird Zeit zu einer kleinen Rekapitulation. Im Chemieunterricht haben wir bisher zwei Arten der chemischen Bindung kennengelernt. Die Ionenbindung, z.B. beim Kochsalz NaCl, und die Molekülbindung, z.B. beim Ammoniak. Die Frage ist nun doch, wer oder was entscheidet eigentlich darüber, ob es bei einer Reaktion zwischen zwei Elementen zu einer Ionenbindung oder zu einer Molekülbindung kommt. Dazu betrachten wir einfach die nächste Folie.

Damit scheint die Sache klar zu sein. Jenachdem, wie groß der EN-Unterschied zwischen den beiden Atomen sind, haben wir

Die aus dem Unterricht bekannte "Ionenbindung" sowie die "Elektronenpaarbindung" sind also nur zwei Extreme einer an sich kontinuierlichen Skala von verschiedenen Bindungen.

Auf dieser Seite wird der wichtige Begriff der Elektronegativität schülergerecht erklärt.