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Glycin

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Das Glycin-Molekül

Das Glycin-Molekül

Von den über 20 verschiedenen Aminosäuren, die es gibt, ist Glycin die einfachste Aminosäure. Die Abbildung 1 zeigt die Strukturformel von Glycin. Chemisch vorgebildete Leute erkennen sofort, dass Glycin ein Verwandter der Essigsäure ist. Ein H-Atom der Essigsäure wurde gegen eine Aminogruppe (blau unterlegt) ausgetauscht, insofern kann man Glycin auch als Aminoessigsäure bezeichnen. Somit hat Glycin zwei funktionelle Gruppen. Rechts sieht man die Carboxy-Gruppe (rot unterlegt), die wir bereits von der Essigsäure und anderen Carbonsäuren kennen, und links sieht man die Amino-Gruppe (blau unterlegt), die typisch ist für die Stoffgruppe der Amine.

Die Anwesenheit dieser beiden Gruppen verleiht dem Molekül Zwitter-Eigenschaften. Die Carboxy-Gruppe macht Glycin zu einer Säure, denn wie bei allen Carbonsäuren kann die COOH-Gruppe hier das Proton abgeben (Säuren = Protonen-Donatoren). Andererseits macht die Amino-Gruppe das Glycin zu einer Base, denn die Amino-Gruppe kann ein Proton aufnehmen.

Auf Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie findet sich eine sehr umfangreiche Seite zum Glycin. Es werden nicht nur die Eigenschaften des Glycins besprochen, sondern auch zahlreiche Experimente mit Glycin.