Helmichs Chemie-Lexikon

Triacylglyceride (Triglyceride)

Chemie der Triacylglyceride

Triacylglyceride

Triacylglyceride (Triacylglycerole, Triglyceride, Neutralfette) sind Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin mit drei gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren.

Was ist ein Ester?

Was versteht man eigentlich unter einem Ester? Dazu betrachten wir folgendes kleines Bild:

Allgemein sind Ester Verbindungen aus einer Säure und einem Alkohol.

Ester

Ester sind Verbindungen aus Alkoholen und Säuren, die sich unter Abgabe eines Wasser-Moleküls zusammengeschlossen haben (Kondensation).

In der Abbildung sehen Sie den einfachsten Ester einer Carbonsäure, den es überhaupt gibt. Ein Molekül Methansäure (Ameisensäure) hat sich (unter Abgabe eines Wasser-Moleküls) mit einem Molekül Methanol zu einem Molekül Ameisensäure-Methylesterverbunden.

Für das Thema "Neutralfette" sind allerdings nur die Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin mit drei Fettsäure-Molekülen interssant.

Neutralfette

Hier sehen Sie die Strukturformel und rechts daneben das Molekülmodell eines einfachen Neutralfettes. Blau unterlegt ist der Alkohol Glycerin zu erkennen, und rot bzw. grün unterlegt sind drei Fettsäure-Moleküle bzw. das, was von ihnen geblieben ist - zwei Capronsäure-Reste und ein Buttersäure-Rest. Bei den Fettsäuren im Molekülmodell handelt es sich offensichtlich um dreimal Caprylsäure (8 C-Atome).

Ein Glycerin-Molekül kann mit drei gleichen oder mit drei verschiedenen gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren verestern. Da es viele verschiedene Fettsäuren gibt, ist die Anzahl der möglichen Triacylglycerid-Moleküle sehr hoch.