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Schritt 3 - Phosphorylierung 2

Glycolyse: Schritt 1 - Schritt 2 - Schritt 3 - Schritt 4 - Überblick

Im 3. Schritt wird das Fructose-6-phosphat durch Anhängen einer weiteren Phosphatgruppe noch weiter aktiviert; die innere Energie des Moleküls steigt wieder um ca. 16 kJ/mol. Es bildet sich Fructose-1,6-bisphosphat.

Das katalysierende Enzym dieses 3. Schritts heißt Phosphofructokinase und kann durch ADP aktiviert sowie durch ATP und Fettsäuren (!) gehemmt werden. Der Reaktionsschritt ist genau wie der erste irreversibel, da das chemische Gleichgewicht weit auf der rechten Seite liegt.

Warum ist dieser Schritt notwendig?

Diese Frage ist bereits beantwortet worden. Die Glucose wurde nun durch zwei Phosphatgruppen aktiviert und kann jetzt gespalten werden.

Für Chemie-Experten:

Warum heißt die Verbindung Fructose-1,6-bisphosphat und nicht Fructose-1,6-diphosphat?

Nach den gängigen Nomenklaturregeln müsste die entstandene Verbindung eigentlich Fructose-1,6-diphosphat heißen, weil ja zwei Phosphatgruppen in dem Molekül vorkommen. Ein Ethan mit zwei Chlor-Atomen heißt ja auch 1,2-Dichlorethan und nicht 1,2-Bischlorethan.

Allerdings ist es so, dass es bereits ein Ion namens Diphosphat gibt, wenn nämlich zwei Phosphatgruppen direkt hintereinander hängen. Beim ADP (Adenosin-diphosphat) ist das beispielsweise der Fall.

Links sehen wir ein Phosphat-Ion, rechts ein Diphosphat-Ion. Damit nun keiner denkt, die Fructose wäre mit einem Diphosphat verbunden, hat man hier die "Ersatzschreibeweise" Bisphosphat gewählt.

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