Helmichs Biologie-Lexikon

Insulin

Insulin-DNA, prä-mRNA, Protein

Insulin ist ein Hormon, das in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse produziert wird.

Eine der Hauptwirkungen des Insulin ist die Absenkung der Glucosekonzentration des Blutes. Dies geschieht in erster Linie durch die Aufnahme von Glucose in bestimmte Zellen der Leber und der Muskeln. In den Leberzellen wird die Glucose dann in das Polysaccarid Glycogen umgewandelt; ein Prozess, der reversibel ist. Bei niedrigem Blutzuckerspiegel kann das Glycogen wieder in Glucose umgewandelt werden, so dass der Blutzuckerspiegel steigt. Hierfür ist der Gegenspieler des Insulins verantwortlich, das Hormon Glucagon. Insulin dagegen hemmt den Abbau des Glycogens.

Bei Insulinmangel oder Unwirksamkeit des Insulins entsteht das Krankheitsbild der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Zuckerkranke müssen das Hormon Insulin regelmäßig spritzen, z.B. vor jeder Mahlzeit, damit die Glucosekonzentration des Blutes einen bestimmten Wert nicht übersteigt.

Chemisch gesehen ist Insulin ein Peptid, es besteht aus zwei kurzen Ketten (A-Kette 21 Aminosäuren, B-Kette 30 Aminosäuren), die über zwei Disulfidbrücken miteinander verbunden sind.

1982 gelang es erstmals, menschliches Insulin durch gentechnisch veränderte Bakterien herstellen zu lassen. Weitere Einzelheiten zu diesem Thema siehe "Ein gentechnisches Verfahren" auf meiner Homepage.