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Homoglykane

Homoglykane sind Polysaccharide, die aus lauter gleichartigen Monosacchariden aufgebaut sind, also nur eine Art von Monomeren (Bausteinen) enthalten. Die bekanntesten Vertreter haben wir mit Amylose, Amylopektin, Glycogen und Cellulose bereits kennen gelernt. Weitere bekannte Vertreter sind Chitin, Callose, Pektin und Inulin. Eine komplette Übersicht über Homoglykane findet sich in der Wikipedia.

Chitin

Das Chitin der Gliederfüßer (Krebse, Spinnen, Insekten) ist ebenfalls ein Homoglykan, besteht allerdings nicht aus Glucose, sondern aus einem Derivat der Glucose, nämlich beta-N-Acetylglucosamin.

N-Actetylglucosamin-Dimere als Bausteine des Chitins

N-Actetylglucosamin-Dimere als Bausteine des Chitins

N-Acetylglucosamin ist übrigens auch in der Zellwand bestimmter Bakterien enthalten und bildet dort komplizierte Makromoleküle zusammen mit anderen Monomeren.

Callose

Die Callose der Pflanzen ist ein interessantes Homoglykan, das aus beta-Glucose-Monomeren besteht, die über 1,3-glykosidische Bindungen verknüpft sind.

Ein Dimer der Callose

Ein Dimer der Callose

Gelegentlich kommen in der Callose auch 1,6-glykosidische Bindungen vor, so dass das Makromolekül verzweigt ist.

Pektine

Pektine sind pflanzliche Polymere von Oxidationsprodukten der beta-Glucose, nämlich von Gluconsäuren, die teilweise mit Methanol verestert sind.

Ein Ausschnitt aus einem Pektin-Molekül

Ein Ausschnitt aus einem Pektin-Molekül

Pektine sind vor allem im Kern und in den Schalen von Obst vorhanden, vor allem in Äpfeln. Sie machen neben Cellulose einen großen Teil der Ballaststoffe aus.

Inulin

Inulin ist ein pflanzliches Heteroglykan, besteht also aus verschiedenen Monomeren, nämlich Glucose und hauptsächlich Fructose:

Ein Inulin-Molekül

Ein Inulin-Molekül

Ein Inulin-Molekül besteht aus einem Glucose-Baustein, an dem eine Kette aus Fructose-Bausteinen hängt, die nicht verzweigt ist und aus ca. 100 Monomeren besteht. Ähnlich wie Stärke ist Inulin ein pflanzlicher Reservestoff, vor allem in der Familie der Korbblütler.


Dieses Thema ist nicht nur für den Biologie-Unterricht der Einführungsphase (EF, Stufe 10) interessant, sondern auch für den Chemie-Unterricht der Stufe 9 und EF sowie vor allem für den Ernährungslehre-Unterricht der Stufe EF.

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