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Galactose

Alkohole - einfache Kohlenhydrate - Hexosen - Monosaccharide - Disaccharide - Polysaccharide

Glucose - Fructose - Galactose - Ribose/Desoxyribose - andere

Eigenschaften

Feste Galactose ist ein etwas süß schmeckendes weißes Pulver mit einer Dichte von 1,50 g/cm3 und einem Schmelzpunkt von ca. 144 bzw. 164 ºC, je nachdem, in welcher isomerer Form sie vorliegt. Galactose ist wasserlöslich, aber lange nicht so gut wie Glucose, trotz der vielen OH-Gruppen.

Offensichtlich ist eine hohe Anzahl von OH-Gruppen nicht die einzige Bedingung für eine hohe Wasserlöslichkeit. Andere Faktoren scheinen ebenfalls eine Rolle zu spielen.

Glucose (oben) und Galactose (unten) im Vergleich

Glucose (oben) und Galactose (unten) im Vergleich

Das Galactose-Molekül unterscheidet sich vom Glucose-Molekül nur durch die Stellung der OH-Gruppe am vierten C-Atom. Man unterscheidet alpha- und beta-Galactose, jenachdem ob die OH-Gruppe am ersten C-Atom nach "unten" oder nach "oben" steht. Außerdem gibt es ein Galactose-Isomer, das einen Fünferring bildet, ähnlich wie Fructose. Auch hiervon gibt es dann wieder eine alpha- und eine beta-Form. Schließlich existiert auch eine offenkettige Galactose, ähnlich wie bei den anderen Monosacchariden.

Bedeutung

Ernährungslehre

In der Ernährungslehre spielt Galactose im Zusammenhang mit der Lactose-Intoleranz eine Rolle, da Milchzucker aus Galactose und Glucose zusammengesetzt ist.

Biologie

Im Fach Biologie ist die Galactose im Zusammenhang mit der Regulation des lac-Operons bei Bakterien interessant. Galactose ist nämlich neben Glucose ein Baustein des Milchzuckers Lactose. Bakterien können Lactose unter bestimmten Bedingungen abbauen und aktivieren dazu bestimmte Gene. Das sogenannte lac-Operon (lac für Lactose) ist das berühmte Schulbuchbeispiel für Genregulation (weitere Einzelheiten dazu siehe die entsprechenden Seiten meiner Homepage).

Außerdem spielt Galactose bei den Blutgruppen A und B des Menschen eine wichtige Rolle. Die Oberflächen der roten Blutkörperchen sind mit Glycoproteinen und Glycolipiden ausgestattet, also mit Proteinen und Lipiden, die mit Zucker-Bausteinen verknüpft sind. Und bei diesen Zucker-Bausteinen ist Galactose recht häufig vertreten.

Weitere Einzelheiten

Ich will hier der Wikipedia oder anderen großen Webseiten keine Konkurrenz machen, daher spare ich mir hier weitere Einzelheiten zur Galactose, die auf den anderen Seiten viel ausführlicher dargestellt werden (siehe Links rechts oben).

Dieses Thema ist nicht nur für den Biologie-Unterricht der Einführungsphase (EF, Stufe 10) interessant, sondern auch für den Chemie-Unterricht der Stufe 9 und EF sowie für den Ernährungslehre-Unterricht der Stufe EF.

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