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Der FRYE-EDIDIN-Versuch

Ein entscheidender Versuch

Fusion von Erythrocyten mit unterschiedlich markierten Oberflächen

Fusion von Erythrocyten mit unterschiedlich markierten Oberflächen

Diese Abbildung zeigt einen weiteren berühmten Versuch mit roten Blutkörperchen.

Ich stelle Ihnen nun eine stark vereinfachte und hoffentlich schülergerechte Version des Versuchs vor, den FRYE und EDIDIN 1970 mit roten Blutkörperchen durchgeführt haben.

Der FRYE-EDIDIN-Versuch

  • Synthetisiere Antikörper A gegen ein bestimmtes Membranlipid X der roten Blutkörperchen.
  • Kopple diese Antikörper mit einem Farbstoff-Molekül. Der Farbstoff soll im UV-Licht grün aufleuchten.
  • Synthetisiere Antikörper B gegen ein anderes Membranlipid Y der roten Blutkörperchen.
  • Kopple diese Antikörper mit einem Farbstoff-Molekül. Der Farbstoff soll im UV-Licht rot aufleuchten.
  • Versetze eine Blutprobe mit den grünen A-Antikörpern.
  • Versetze eine andere Blutprobe mit den roten B-Antikörpern.
  • Vermische die beiden Blutproben und füge chemische Substanzen dazu, die dazu führen, dass Erythrocyten miteinander verschmelzen.
  • Mikroskopiere die vermischte Blutprobe unter UV-Licht.

Die Abbildung 1 zeigt das Ergebnis dieses Versuchs. In den fusionierten großen Erythrocyten mischen sich die mit unterschiedlichen Antikörpern markierten Membranlipide.

Dieser Versuch kann nur damit erklärt werden, dass innerhalb der Lipid-Doppelschicht die einzelnen Lipid-Moleküle frei beweglich sind, zumindest in zwei Dimensionen. Das hatte ich aber bereits auf der Seite über die Eigenschaften von Lipid-Doppelschichten ausgeführt. Betrachten Sie dazu noch einmal folgende Abbildung:

Ein einzelnes Lipid in einer Lipid-Doppelschicht

Ein einzelnes Lipid in einer Lipid-Doppelschicht