Helmichs Chemie-Lexikon

Ketosäuren

Ketosäuren sind Carbonsäuren mit einer zusätzlichen Ketogruppe. Befindet sich diese Ketogruppe direkt neben der Carboxygruppe, so spricht man von einer α-Ketosäure.

Drei Ketosäuren
Autor: Ulrich Helmich 03/2024, Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Auf diesem Bild sehen wir die jeweils einfachsten Vertreter der α-, β- und γ-Ketosäuren, nämlich Brenztraubensäure, Acetessigsäure und Lävulinsäure.

α-Ketosäuren

Die α-Ketosäuren sind von besonderem biologischen Interesse, denn sie nehmen an vielen Stoffwechselprozessen teil. Pyruvat, das Anion der Brenztraubensäure, ist beispielsweise das Endprodukt der Glycolyse. Die Oxalsäure und die α-Ketoglutarsäure bzw. ihre Anionen Oxalacetat und α-Ketoglutarat sind Bestandteile des Citratzyklus.

Citratzyklus

Im 4. Schritt des Citratzyklus wird Oxalsuccinat durch die Isocitrat-Dehydrogenase decarboxyliert, dabei bildet sich α-Ketoglutarat:

Schritt 4: Oxalsuccinat ==> Ketoglutarat + CO2
Autor: Ulrich Helmich 2017, Lizenz: siehe Seitenende.

Im 9. Schritt des Citratzyklus wird Oxalat gebildet:

Schritt 9: Malat + NAD+ ==> Oxalacetat + NADH/H+
Autor: Ulrich Helmich 2017, Lizenz: siehe Seitenende.

Desaminierung von Aminosäuren

Auch beim Abbau von Aminosäuren entstehen α-Ketosäuren aus den Aminosäuren, dabei wird giftiges Ammoniak NH3 freigesetzt, das dann im Harnstoffzyklus "entsorgt" wird.

Quellen:

  1. Wikipedia, Artikel "Ketosäuren"