Aufgaben Biologie Q1
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Aufgaben Biologie Q1 - Rückmeldungen

Biologie Q1 - Woche 1 vom 16. bis zum 22. März 2020

Ich darf hier natürlich keine Namen nennen und Noten vergeben, aber ein paar Rückmeldungen zu den Aufgaben darf ich hier sicherlich veröffentlichen. Vielleicht fühlt sich ja der eine oder die andere angesprochen.

Aufgabe 1

Hier sollten Sie einige Fachbegriffe wie zum Beispiel "Ökologische Planstelle" definieren. Den meisten ist das auch einigermaßen gut gelungen, doch viele Definitionen waren zu oberflächlich. Vor allem bei Divergenz, Konvergenz, Homologie und Analogie fehlt der evolutionäre Aspekt, teils auch der Umwelt-Aspekt. Beispielsweise entstehen Analogien auf Grund divergenter Entwicklung nicht-verwandter Arten, die aber in der gleichen Umwelt leben und die gleichen Probleme lösen müssen.

Aufgabe 2

Die meisten, die Aufgabe 2 bearbeitet haben, haben die wesentlichen Aspekte herausgearbeitet. Einige Lösungen waren allerdings auch recht oberflächlich, manche sogar streckenweise falsch. Man hätte hier schön auf die Fachbegriffe der Aufgabe 1 eingehen können: Die ähnlichen Merkmale der Pflanzen sind Analogien, die auf Grund divergenter Entwicklung nicht-verwandter Arten, die aber in der gleichen Umwelt leben und die gleichen Probleme lösen müssen, im Laufe der Evolution über viele Generationen entstanden sind.

Aufgabe 3

Dass einige von Ihnen nicht wissen, dass die Delphine zu den Säugetieren gehören, ist schon enttäuschend. Bei der zweiten Teilaufgabe b) haben die meisten erkannt, dass die stromlinienförmigen Körper analoge Entwicklungen sind (gleiche Probleme, gleiche Lösung). Jedoch liegen auch Homologien vor. Alle gezeigten Tiere sind Wirbeltiere, stammen also von einem gemeinsamen Vorfahren ab. Die Extremitäten sind daher im Prinzip homologe Entwicklungen. Die Vorderflosse vom Delphin hat die gleiche Grundstruktur wie die vom Pinguin oder von einem Hai.

Auch Teilaufgabe c) ist von den meisten von Ihnen nicht so sorgfältig gelöst worden, wie es sein sollte. Hier hätte man etwas mehr auf den evolutionären Aspekt eingehen können, die für die Ökologie unverzichtbar ist.

Aufgabe 4

Diese Aufgabe enthält das uralte und klassische Beispiel mit dem Maulwurf und der Maulwurfsgrille. Natürlich handelt es sich hier um Analogien. Der gemeinsame Vorfahr dieser beiden Tierarten hat irgendwann vor Urzeiten gelebt, als es noch keine Wirbeltiere gab.

Aufgabe 5

Einige von Ihnen haben sich an diese Aufgabe herangetraut. Hier stehen konvergente und divergente Entwicklungen im Vordergrund, was die meisten von Ihnen aber nicht herausgearbeitet haben. Auch geht es um Stellenäquivalenz. Auch dieses Wort findet sich in den meisten Lösungsvorschlägen nicht wieder.

Divergenz

Auf jedem Kontinent haben sich die Säugetiere weit auseinander entwickelt, weil sie in unterschiedlichen Biotopen mit unterschiedlichen Anforderungen leben.

Konvergenz

Auf jedem Kontinent gibt es bestimmte ökologische Planstellen, die dann von bestimmten Säugetieren besetzt werden. Aufgrund ähnlicher Umwelten und ähnlicher Anforderungen fand eine konvergente Entwicklung statt, die dann zur Ausbildung von Analogien geführt haben.