Ulrich Helmichs Biologie-Lexikon

Murein

"Murein, ein netzartiges, aus Polysaccharidketten und quervernetzenden Peptiden aufgebautes Makromolekül, das als Stützskelett der Zellwand der meisten Bakterien (Bakterienzellwand) fungiert und daher Festigkeit und Form von Bakterienzellen (Bakterien) bestimmt."

Quelle: Kompaktlexikon der Biologie, Artikel "Murein"

Murein ist ein komplexes Makromolekül, das aus Zucker-Einheiten, Aminosäuren und anderen Bausteinen besteht.

Murein-Monomer der Zellwand von E. coli

Schematische Darstellung der Mureinschicht von Escherichia coli. Public domain - Werk, Autor: Yikrazuul.

Das Bild oben aus der Wikipedia zeigt eine Baueinheit des Murein-Moleküls, wie es in der Zellwand des Bakteriums Escherichia coli vorkommt. Dabei ist MurNAc = N-Acetylmuraminsäure, GlcNAc = N-Acetylglucosamin und DAP = Diaminopimelinsäure, das sind komplexe chemische Verbindungen. L-Ala ist die Aminosäure L- Alanin, die auch in Proteinen vorkommt. D-Ala ist das Spiegelbild von L-Ala und kommt nicht in Proteinen vor. D-Glu ist das Spiegelbild der L-Glutaminsäure, einer sauren Aminosäure, die auch in Proteinen vorkommt.

asdf

Schematische Darstellung der Mureinschicht (Peptidoglycan) von gramnegativen Bakterien. Das Bild wurde von dem Autor Mouagip unter der GNU Free Documentation License in der Wikipedia veröffentlicht.

Die Abbildung 2 zeigt das Murein-Netzwerk, wie es in der Zellwand sogenannter gramnegativer Bakterien vorkommt. Gramnegative Bakterien sind ein Bakterientyp, der auf eine bestimmte Färbemethode (die Gram-Färbung) nicht reagiert.