Helmichs Biologie-Lexikon

Chloroplasten

Überblick

Die ausschließlich in Pflanzen vorkommenden Chloroplasten besitzen wie die Mitochondrien eine Grundstruktur, die aus zwei Biomembranen besteht. Die äußere Membran ist sehr permeabel, die innere nicht.

Struktur

Charakteristisch sind die schon im Lichtmikroskop auffallenden Grana. Grana sind Dictyosomen-ähnliche, untereinander verbundene Zisternenstapel aus sogenannten Thylakoiden (gr. = sackartig). Sind die Grana sehr lang, so spricht man auch von Lamellen.

Chloroplast im Querschnitt

(C) Ulrich Helmich 1978 / 2013

Chloroplast, Thylakoidstapel

(C) Ulrich Helmich 1978 / 2013

Man kann drei Reaktionsräume des Chloroplasten unterscheiden (Mitochondrien nur zwei!):

  1. den Raum zwischen den beiden Membranen (gelb)
  2. das Stroma (grau)
  3. die Thylakoide (grün)

Chloroplast, räumliches Schema

(C) Ulrich Helmich 1978 / 2013

Diese Zeichnung stellt ein räumliches Schema eines Chloroplasten dar. Die Chloroplasten-DNA ist in Rot dargestellt.

Vermehrung

Chloroplasten stammen von Blaualgen ab (Endosymbionten-Theorie) und können sich ähnlich wie Prokaryoten teilen. In dem englischen Wikipedia-Artikel findet sich ein ausführlicher Abschnitt zur Teilung der Chloroplasten: "Chloroplast division".

Funktion

In den Chloroplasten findet der wichtige Prozess der Photosynthese statt, sowohl die Lichtreaktion wie auch die Dunkelreaktion. Die Lichtreaktion findet in den Thylakoiden statt, die Dunkelreaktion im Stroma.

Die Zeichnungen auf dieser Seite habe ich während meines Biologie-Studiums an der Universität Münster als Nachbereitung meiner ersten Biologie-Vorlesung im Jahre 1978 angefertigt.

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