Helmichs Biologie-Lexikon

Centriolen

Centriolen bzw. Zentriolen sind zylinderförmige Strukturen, die aus bestimmten Proteinen bestehen und eine wichtige Rolle bei der Mitose spielen.

Zwei Centriolen bilden ein Centrosom

Ulrich Helmich, 1978/79

Centriolen sind Mikrotubuli-Gebilde. Im Querschnitt erkennt man neun kreisförmig angeordnete Gruppen von je drei Mikrotubuli. Jede Zelle enthält ein Paar von rechtwinklig zueinander angeordneten Centriolen, ein sogenanntes Centrosom, gelegentlich auch Diplosom genannt.

Funktion

Die Hauptfunktion der Centriolen in der Zelle ist die Bildung einer Teilungsspindel während der Mitose. Dabei bilden sich Mikrotubuli, die einerseits auf die Chromosomen, andererseits auf die Centriolen zuwachsen.

Kurz vor der Mitose verdoppelt sich das einzige Centriol der Zelle, es entsteht ein Centriolenpaar oder ein Centrosom.

Eine weitere Funktion der Centriolen ist die Bildung von Cilien und Flagellen (Wimpern und Geißeln).

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