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Aminosäuren

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Das Alanin-Molekül

Kommen wir nun zur nächst komplizierten Aminosäure. Das Alanin sieht fast genau so aus wie das Glycin, allerdings ist eines der beiden H-Atome des zentralen C-Atoms gegen eine Methyl-Gruppe ausgetauscht worden:

Das Alanin-Molekül

Das Alanin-Molekül

Hier wieder eine wichtige Definitionen:

Aminosäuren
Derivate (Abkömmlinge) der Essigsäure. Ein H-Atom der Methylgruppe wurde gegen eine Aminogruppe ausgetauscht, ein anderes H-Atom gegen einen variablen Rest, der im einfachsten Fall aus einem H-Atom besteht.

Zur Illustration dieser Definition:

Aminosäuren sind Abkömmlinge der Essigsäure

Aminosäuren sind Abkömmlinge der Essigsäure

Oben im Bild sehen wir ein Essigsäure-Molekül, darunter die allgemeine Strukturformel der Aminosäuren. Jede der 20 Aminosäuren, die in den Zellen von Lebewesen eine Rolle spielen, hat einen anderen Rest: Glycin ein H-Atom, Alanin eine Methylgruppe und so weiter.

Die 20 Aminosäuren

Hier ein (selbstgezeichneter) Überblick der 20 Aminosäuren, die in Lebewesen eine Rolle spielen:

Die 20 Aminosäuren

Für Chemie-Profis

Bei den aromatischen Aminosäuren gibt es immer wieder Fragen wegen Histidin und Tryptophan.

Wieso sind die 5er-Ringe aromatisch, obwohl doch das N-Atom mit dem H offensichtlich sp3-hybridisiert ist, somit keine p-Orbitale hat? Die Lösung dieses Rätsels ist ganz simpel: Diese N-Atome sind doch sp2-hybridisiert, und ihre p-Orbitale enthalten zwei Elektronen. Damit ist auch die HÜCKEL-Regel erfüllt, nachdem 6 Elektronen für den aromatischen Zustand erforderlich sind. Zumindest war es so in einem bekannten Chemie-Forum zu lesen.

Externe Links:

Ein "Periodensystem" der 20 Aminosäuren findet sich auf dieser schönen Webseite von "Biochemaddict21".